Archiv für den Monat April 2014

Kino: „Gabrielle – (k)eine ganz normale Liebe“

Eine junge, geistig behinderte Frau sucht ihren Weg zum Glück. Was nicht so einfach ist, wenn immer alle anderen zu wissen glauben, was das Beste für sie ist. Sie liebt ihn, er liebt sie. Und das Umfeld ist dagegen. Die Familien und Betreuer der Beiden haben so ihre Schwierigkeiten damit, dass das junge Paar mit Behinderung zusammen sein möchte.

Heute ist Kino-Start. Der Film wird angekündigt als „gutgemeint und gut gemacht“, hmm naja „etwas zu dick aufgetragen“. Spannend allemal. Hier gehts zum Filmtrailer mit weiteren Informationen, u.a. einer Veranstaltungsliste „Kinotour mit Expertengespräch“.

SexMedNews#123
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Ostern, Liebe und Lust

Seit jeher, schon lange vor dem Christentum, war das Osterfest ein Fest des Frühlings, der Belebung, des Neubeginns. Der Name leitet sich von der Himmelsrichtung der aufgehenden Sonne ab. Und von Ostara, der Göttin der Morgenröte und des erwachenden Lebens. Die Begleittiere der Göttin sind Hasen und Marienkäfer. Diese Symbole haben sich bis heute erhalten – Osterhasen bringen Eier und Marienkäfer Glück.

Am Frühlingsanfang sind Tag und Nacht gleich lang, danach werden die Tage länger, das Licht überwiegt die Nacht. Die dunkle Winterzeit ist nun endgültig besiegt, und allerorts regt sich Leben. Das Osterfest feiert die Kraft des Neubeginns.

Nun kommt noch der Mond dazu: Nach dem Frühlingsanfang warten wir mit dem Osterfest noch bis zum nächsten Vollmond. Ähnlich, mit etwas anderer Rechnung, feiern die Inder das Holifest oder die Juden ihr Passahfest am Tag des Frühlingsvollmonds. Der Rhythmus des Mondes wurde seit jeher mit Rhythmen auf der Erde in Verbindung gebracht, so auch mit der Menses und der Empfänglichkeit der Frauen. In alten Kulturen wurden Feiertage auf den Vollmond festgelegt, denn der Vollmond solle die Energien besonders beleben, Lust und Ekstase (und nicht zuletzt die Fruchtbarkeit) steigern. Ostern ist ein Fest der Liebe und der Lebenskräfte.

Wir wünschen Frohe Ostern!

SexMedNews#122

Ende der Sprechstunde: Die BRAVO entlässt „Dr. Sommer“

Seit 45 Jahren holen sich Jugendliche hier Rat zu Sex und Liebe. 1969 begann der Psychotherapeut Martin Goldstein die Aufklärungskolumne „Sprechstunde bei Dr. Jochen Sommer“. Die letzte Leiterin des „Dr.-Sommer“-Teams, Jutta Stiehler, war seit 16 Jahren dabei – nun musste sie gehen. Aufgrund ständig sinkender Verkaufszahlen steht das Magazin unter Spardruck. Die „Dr.-Sommer“-Rubrik wird es zwar weiter geben, allerdings nicht mehr mit dem Anspruch, jede Zuschrift persönlich zu beantworten. Statt dessen gibt es nun standardisierte Textbausteine oder auch gar keine Antwort mehr. Kommentar Stiehler: „Eine sehr, sehr schöne Zeit ist leider sehr unglücklich zu Ende gegangen.“

Artikel in Sueddeutsche.de

SexMedNews#120

EPL (Ein Partnerschaftliches Lernprogramm) wird 25

EPL wird 25 – da wundert man sich angesichts seiner weiten Verbreitung, dass dies bloß eine regionale Pressemeldung wert ist. Das Lernprogramm soll junge christliche Paare zur Vorbereitung auf die Ehe schulen. Die Idee ist, dass junge Paare Gesprächskompetenzen und Grundregeln für eine faire Lösung von Konflikten lernen sollen. Das ist sehr löblich – aber: Das Lernprogramm ist stark stukturiert (damit zukünftige Trainer in nur zwei Wochenendkursen komplett ausgebildet und auf das Programm eingeschworen werden können), was hier bedeutet: Es wird vorgegeben, wie Paare sich „richtig“ verhalten sollen. Das mag ja trotzdem ganz nützlich sein. Aber erwachsenen Paaren dürfte man mehr zutrauen. Und formal „richtiges“ Verhalten heißt noch lange nicht, dass die Liebe erhalten bleibt.

SexMedNews#119

Stress verringert Fruchtbarkeit bei Frauen

Frauen mit einem erhöhten Niveau des Stressbiomarkers Speichel-Amylase hatten ein doppelt so hohes Infertilitätsrisiko. Das ergab eine Studie der Ohio State University. Das bedeutet nicht, dass Stress allein der Grund ist, warum eine Frau nicht schwanger werden kann. „Aber wenn Sie es fünf oder sechs Monate probiert haben, und es ist nichts passiert, dann sollten Sie vielleicht Ihren Lebensstil ansehen.“

Wohl wahr. Dazu gehört dann auch die Frage, wie gern und wie oft Kinderwunschpaare unter Stress noch „Liebe machen“. Zwei- bis dreimal pro Woche Geschlechtsverkehr verdoppelt die Chance für eine Schwangerschaft gegenüber einmal pro Woche und erst recht gegenüber „nur noch nach Zyklus“. So banal das ist, wird das doch häufig ausgeblendet.

SexMedNews#118