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Hirnaktivität beim Ansehen von Gesichtern verrät die sexuelle Präferenz

Wenn wir in ein Gesicht blicken, verarbeitet unser Gehirn in Sekundenbruchteilen wichtige Informationen. Unter anderem prüft es die erotische Attraktivität und ob die Person das richtige Geschlecht und Alter hat. Funktionelle MRT-Untersuchungen bei einer Gruppe pädophiler Männer ergaben, dass die Wahrnehmung von Kindergesichtern eine erhöhte Aktivität im Gesichtsverarbeitungssystem und in Hirnarealen, die sexuelle Reize verarbeiten, auslöst. Das heißt, bei pädophilen Männern lösen Kindergesichter die gleichen Reaktionen im Gehirn aus wie sonst bei heterosexuellen Männern, die eine attraktive Frau sehen. Möglicherweise könnten diese Erkenntnisse für die Diagnostik und Therapieplanung nutzbar sein. Weitere neurobiologische Forschungen zur Pädophilie werden derzeit im Forschungsverbund NeMUP durchgeführt.

Bericht in Spiegel online
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Link zum Forschungsverbund NeMUP

SexMedNews#129