Schlagwort-Archive: Pädophil

Präventionsprojekt für pädophile Jugendliche

Seit 2005 bietet die Berliner Charité mit dem Projekt „Kein Täter werden“ Hilfe für Männer mit pädophilen Neigungen. Nun startet ein Präventionsangebot für Jugendliche.

Das Projekt „Primäre Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch durch Jugendliche“ (PPJ) richtet sich an Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren, deren sexuelle Fantasien und Verhaltensweisen auf Kinder gerichtet sind und auf pädophile Neigungen hinweisen. Mit gründlicher Diagnostik und einem begleitenden interdisziplinären Therapieangebot sollen die Jugendlichen früh in ihrer Entwicklung darin unterstützt werden, diese Impulse zu bewältigen und zu kontrollieren. Dabei sollen das soziale Umfeld und die Eltern einbezogen werden, die bisher bei diesem Thema hilflos sind. Auch der Kinderschutzbund mit seinem Netzwerk von Ortsverbänden und seinem Notfalltelefon ist mit im Boot.

Das PPJ ist ein Baustein in einer Reihe von Maßnahmen, die zum besseren Schutz von Kindern beitragen sollen. Diese Arbeit ist wissenschaftliches Neuland, es gibt bisher keinen vergleichbaren Präventionsansatz – weder national noch international. Bisher ist keine Möglichkeit bekannt, die sexuelle Ansprechbarkeit auf das kindliche Körperschema zu heilen. Doch Hilfestellungen im Alltag, damit es nicht zu Gewalttaten kommt, gibt es sehr wohl. Hier kann auf die Erfahrungen aus dem Projekt „Kein Täter werden“ aufgebaut werden. Ab kommenden Montag, 10.11.14, wird unter der Nummer 030 / 450 529 529 ein direkter Telefonkontakt zum Projekt geschaltet.

Artikel der Berliner Morgenpost
Videoclip „Du träumst von ihnen“
Webseite „Kein Täter werden“ / PPJ

SexMedNews#144

Hirnaktivität beim Ansehen von Gesichtern verrät die sexuelle Präferenz

Wenn wir in ein Gesicht blicken, verarbeitet unser Gehirn in Sekundenbruchteilen wichtige Informationen. Unter anderem prüft es die erotische Attraktivität und ob die Person das richtige Geschlecht und Alter hat. Funktionelle MRT-Untersuchungen bei einer Gruppe pädophiler Männer ergaben, dass die Wahrnehmung von Kindergesichtern eine erhöhte Aktivität im Gesichtsverarbeitungssystem und in Hirnarealen, die sexuelle Reize verarbeiten, auslöst. Das heißt, bei pädophilen Männern lösen Kindergesichter die gleichen Reaktionen im Gehirn aus wie sonst bei heterosexuellen Männern, die eine attraktive Frau sehen. Möglicherweise könnten diese Erkenntnisse für die Diagnostik und Therapieplanung nutzbar sein. Weitere neurobiologische Forschungen zur Pädophilie werden derzeit im Forschungsverbund NeMUP durchgeführt.

Bericht in Spiegel online
Link zur Originalpublikation
Link zum Forschungsverbund NeMUP

SexMedNews#129

Jonas ist pädophil. Und in Therapie – Die Fortsetzung der ZEIT Reportage

Vor gut einem Jahr berichtete das ZEITmagazin über einen Pädophilen, der sich erfolgreich in Therapie begeben hat. Doch nach wie vor kämpft er täglich gegen seine Neigung an.

Reportage 2014: „Schlimmer als jede Sucht“
Reportage 2012: „Der Getriebene“
Siehe auch: www.kein-taeter-werden.de

SexMedNews#112